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Pressemitteilungen der Fraktion 2018

Fraktion: Hortplätze - Kritik des Stadtelternausschusses berechtigt - CDU sieht weiter dringenden Handlungsbedarf - Situation muss unbedingt verbessert werden

Die CDU-Stadtratsfraktion hält die vom Stadtelternausschuss geäußerte Kritik zum Thema Hortplätze für absolut berechtigt und sieht in dieser Frage weiter dringenden Handlungsbedarf. „Wir haben die Probleme schon vor langer Zeit erkannt und bereits im Dezember 2013 im Stadtrat in einem Ergänzungsantrag zu diesem Thema gefordert, kurzfristig zusätzliche Hortplätze im Stadtgebiet zu schaffen. Diese Forderung wurde damals für uns aus nicht nachvollziehbaren Gründen von SPD, Grünen und FDP abgelehnt. Stattdessen wurde die Erstellung eines Konzepts verabschiedet. Wenn unserem Antrag vor fünf Jahren zugestimmt worden wäre, dann hätten wir heute mit ziemlicher Sicherheit in dieser Frage nicht mehr so große Probleme“, erklärt die jugend- und sozialpolitische Sprecherin Claudia Siebner. Es sei klar, dass hier unbedingt etwas passieren müsse. Ein Ausbau der Hortplätze sei absolut notwendig. Bei Gesprächen mit betroffen Eltern werde dies sehr deutlich. „Selbstverständlich hat der Ausbau von Kita-Plätzen aufgrund des bestehenden Rechtsanspruchs weiter höchste Priorität. Es ist aber wirklich problematisch, dass der aktualisierte Kita-Bedarfsplan den ebenso notwendigen Ausbau der Hortplätze nicht vorsieht. Es passiert in diesem Bereich viel zu wenig. Offensichtlich fehlt sowohl bei der Verwaltung als auch bei der Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP hier das Problembewusstsein“, kritisiert Siebner.

   
Es sei die Aufgabe der Verwaltung, die bestehenden Probleme in diesem Bereich anzupacken und Lösungen zu präsentieren. „Es ist ja ok, dass man darauf gesetzt hat, die Zahl der Ganztagsschulen zu erhöhen. Leider ist aber für jeden, der sich intensiv mit dieser Thematik auseinandersetzt, ersichtlich, dass dieses Ziel in Mainz aus unterschiedlichen Gründen nur sehr schleppend vorankommt“, so Siebner. Die Leidtragenden seien die Eltern und ihre Kinder. Das gelte auch für die Betreuung in den Ferien. Gerade dann sei die Situation für viele berufstätige Eltern noch viel problematischer, weil viele Eltern in dieser Zeit völlig auf sich alleine gestellt seien. Oft gebe es eine Betreuung nur durch das Engagement von Elterninitiativen, Vereinen und anderen Trägern. Neben der Verwaltung stehe selbstverständlich auch das Land Rheinland-Pfalz in der Pflicht. Die Landesregierung müsse gerade im Grundschulbereich viel stärker für die Einrichtung von Ganztagsangeboten werben und die Lehrerinnen und Lehrer sowie die Eltern von einer solchen Einführung überzeugen. „Wenn die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter verbessert werden soll, dann muss es nach der Kita weitergehen. Die Verwaltung ist deshalb gefordert, ihre Anstrengungen bei der Schaffung von Hortplätzen deutlich zu erhöhen und eine Betreuung nach der Schule zu gewährleisten“, sagt Claudia Siebner.